Pferdegesundheit: Magen & Darm
Magengesundheit beim Pferd
Verstehen, erkennen und gezielt unterstützen — auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Warum so viele Pferde betroffen sind
Magenschleimhautprobleme gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Themen beim Pferd. Unter dem Begriff Equine Gastric Ulcer Syndrome (EGUS) werden Veränderungen im Magen zusammengefasst, die besonders bei Sportpferden, aber auch bei Freizeitpferden weit verbreitet sind.
Ursache ist nicht ein einzelner Faktor, sondern das Zusammenspiel aus Fütterung, Haltung, Training und Stress. Pferde produzieren kontinuierlich Magensäure — gleichzeitig sind sie evolutionär darauf ausgelegt, nahezu dauerhaft Raufutter aufzunehmen. Genau hier entsteht das Problem moderner Haltungssysteme.
Typische Hinweise auf ein „Magenpferd“
- Schlechter Appetit oder mäkeliges Fressen
- Leistungsabfall
- Empfindlichkeit beim Gurten
- Unruhe oder plötzliche Verhaltensänderungen
- Wiederkehrende leichte Kolik
- Gewichtsverlust
- Probleme in Rittigkeit oder Losgelassenheit
- Zähneknirschen, Gähnen oder Leerkauen
Wichtig: Diese Anzeichen sind Hinweise – keine Diagnose. Eine sichere Abklärung erfolgt ausschließlich über eine Gastroskopie durch den Tierarzt.
Die eigentlichen Ursachen
- Lange Fresspausen
- Zu hohe Stärkeanteile im Futter
- Zu wenig strukturiertes Raufutter
- Stress durch Training, Transport oder Stallwechsel
- Weide-Stall-Umstellungen
- Hohe Leistungsanforderungen
Studien und Praxiserfahrung zeigen klar: Es ist selten ein einzelner Auslöser, sondern meist die Summe vieler kleiner Belastungsfaktoren, die das empfindliche Gleichgewicht im Magen stören.
Was wirklich hilft
- Konstante Raufutterversorgung
- Fresspausen möglichst unter 4 Stunden
- Stärke reduzieren
- Stress minimieren
- Raufutter vor Kraftfutter füttern
- Langsame Futterumstellungen
Diese Punkte sind die Grundlage jeder magenfreundlichen Strategie – unabhängig davon, ob zusätzlich ein Ergänzungsfuttermittel eingesetzt wird.
Wissenschaftlich relevant: Entzündung, Zellschutz & Stoffwechsel
Moderne Forschung zeigt, dass Magengesundheit nicht nur eine Frage von Säure ist, sondern auch von zellulärem Stress, Entzündungsprozessen und Stoffwechselreaktionen. Gerade in Belastungsphasen, bei Futterumstellungen oder unter Managementdruck kann das Gleichgewicht im Verdauungssystem empfindlich reagieren.
Bestimmte Nährstoffe werden in der Literatur mit antioxidativen und entzündungsmodulierenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Für Hippodigest ist dabei insbesondere Spirulina relevant – nicht als plumpes Werbeversprechen, sondern als hochwertiger funktioneller Rohstoff mit ernährungsphysiologischer Tiefe.
- starke antioxidative Eigenschaften
- Unterstützung bei oxidativem Stress
- Einfluss auf Entzündungsprozesse
- Unterstützung von Stoffwechsel und Regeneration
- Hinweise auf leberunterstützende Effekte
Diese Effekte sind nicht als Heilversprechen zu verstehen, sondern als Teil einer durchdachten ernährungsphysiologischen Strategie für Pferde, die auf Managementveränderungen, Stress oder intensive Belastung empfindlich reagieren.
Warum Qualität entscheidend ist
Viele Magenprodukte arbeiten mit austauschbaren Mischungen, lauten Versprechen oder einer unklaren Rohstofflogik. Wirklich hochwertige Lösungen unterscheiden sich nicht über Marketinglautstärke, sondern über Formulierung, Rohstoffqualität und Alltagstauglichkeit.
- hochwertige, kontrollierte Rohstoffe
- klare funktionale Zusammensetzung
- gleichmäßige Wirkstoffverteilung
- hohe Akzeptanz beim Pferd
- verlässliche Dosierung im Alltag
Genau hier setzt ein Premiumprodukt wie Hippodigest an: tierärztlich entwickelt, funktional formuliert und darauf ausgelegt, sinnvoll in ein magenfreundliches Management integriert zu werden.
Wichtige wissenschaftliche Veröffentlichungen
- Sykes et al. 2015 – ECEIM Consensus Statement zu EGUS
- Vokes et al. 2023 – Update zu EGUS bei adulten Pferden
- van den Boom 2022 – Klinischer Überblick zu Diagnostik und Management
- Andrews et al. – Gastric Ulcers in Horses
- Videla & Andrews – New Perspectives in Equine Gastric Ulcer Syndrome
- Buchanan & Andrews – Treatment and Prevention of EGUS
- McClure et al. 2005 – Training & Magenschleimhautveränderungen
- Nieto et al. 2004 – Prävalenz bei Ausdauerpferden
- Padalino et al. 2020 – Transport und Magenbelastung
- Gharehaghajlou et al. 2023 – Transport und Fütterungsstrategien
- Tamzali et al. – Prävalenz bei Hochleistungspferden
- Busechian et al. 2024 – Prävalenz und Risikofaktoren
- Banse et al. 2019 – Equine Glandular Gastric Disease
- Bass et al. – Einfluss der Fütterungsfrequenz
- Baumgartner et al. 2020 – Restriktive Fütterung und Pferdewohl
- Jensen et al. – Reihenfolge von Raufutter und Hafer
- Pineau et al. – Low-Starch-Fütterung und Magen
- Perricone et al. – Verdauungsphysiologie und Pferd
- Golestani et al. – Spirulina, Entzündung und Stoffwechsel
- Nawrocka et al. – antioxidative Eigenschaften von Spirulina
Gezielte Unterstützung für magenempfindliche Pferde
Wenn dein Pferd empfindlich auf Fütterung, Training oder Stress reagiert, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.
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